
Großer tschechischer Polyhistor der Zeit nach der Schlacht am Weißen Berge – Arzt, Physiker, Mathematiker, Astronom und Philosoph.
Er war persönlicher Arzt der zwei Kaiser, Dekan der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität und im Jahr 1662 ihr Rektor.
Vor I. Newton beschäftigte er sich mit den Fragen der Brechung und Zerlegung des Lichtes. Er gilt als Gründer der Spektroskopie.
In der Mechanik erweiterte er als erster die elastischen und nichtelastischen Körperstöße und führte sie auf dem damals modischen Billard vor. Er nutzte ein Pendel für die Zeitmessung.
Die Arbeiten von J. M. Marci, dem Zeitzgenossen des Galilei, sind unsere ersten Physikmonographien. Die Geburtsstadt Lanškroun benannte nach Marci den Platz und organisierte anläßlich seines Jubiläums Feierlichkeiten, wissenschaftliche Symposien, Ausstellungen und setzte ihm ein Denkmal.
Nach Jan Marek Marci wurde ein Krater auf der Kehrseite des Mondes benannt.
Jan Marek - Marcus Marci wurde in Lanškroun geboren. Er beteiligte sich an der Entwicklung der Strahlungsoptik in dem Maße, daß wir ihn für den Mitgründer dieses physikalischen Fachgebietes halten können. Marek war auch Rektor der Karlsuniversität und Professor der medizinischen Fakultät. Er interessierte sich auch für die Meteorologie.
Marci beschäftigte sich auch mit der Problematik der Bestimmung der geographischen Länge am Meer. Die Arbeit De longitudine seu differentia unter duos meridianos una cum moto vero Lunae inveniendo ad tempus datae? aus dem Jahr 1650 widmete er dem spanischen König Philip II. Erst dem englischen Uhrmacher John Harrison gelang es, dieses Problem mit der Erfindung des Chronometers im Jahr 1735 erfolgreich zu lösen.
Die Gedenktafel von 1967 auf dem Haus „U zelené lípy“ in der Melantrichova-Straße 12 erinnert in tschechischer und lateinischer Sprache an den Aufenthalt des Marci in den Jahren 1635 - 1667:
In diesem Haus lebte der ausgezeichnete Physiker und Arzt, Rektor der Prager Universität, Jan Marek - Marcus Marci.